Bäume pflanzen zum Gemeinwohl
Bäume pflanzen zum Gemeinwohl
Bäume pflanzen zum Gemeinwohl

Gemeinsam den Klimawandel stoppen: Die Sparda-Bank München pflanzt seit 2015 für jedes neue Mitglied einen Baum in Oberbayern. Das Engagement für Klima und Umwelt gehört fest zur  Unternehmensphilosophie der Bank.

Ein Baum für jedes neue Mitglied

Große Pflanzaktion: Sparda-Mitglieder bringen ihre Setzlinge unter fachlicher Anleitung eigenhändig in die Erde.

äume und Wälder sind ein wichtiger Lebensraum für zahllose Tiere und weitere Pflanzen, sie formen Böden, schützen das Klima, spenden Schatten und liefern den wertvollen Rohstoff Holz. Zudem sind sie ein Ort der Ruhe und Erholung für uns Menschen. Die Sparda-Bank München engagiert sich darum in besonderer Weise für den Erhalt der „grünen Lunge“ in der Region: In Kooperation mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) und den Bayerischen Staatsforsten hat die Sparda-Bank München im Januar 2015 die Aktion: „Ein Baum für jedes neue Mitgliedins Leben gerufen. Seither wird für jedes Mitglied in Oberbayern ein Baum gepflanzt.

 

8.000 neue Bäume für Berglwald bei Oberschleißheim

Durch diese Mitgliederaktion gibt es seit diesem Herbst in Berglwald 8.000 neue Jungpflanzen. Berglwald ist ein Waldstück in der Nähe des Schlosses Oberschleißheim. Hier fand auch die jüngste Baumpflanzaktion statt: Am 12. Oktober 2019 wollten sich Neumitglieder und deren Familien nicht die Chance entgehen lassen, ihren eigenen Baum zu pflanzen. Unter Anleitung und mit Hilfestellung von Waldfacharbeitern der Bayerischen Staatsforsten machten sich mehr als 200 motivierte Teilnehmer daran, rund 500 Jungbäume in die Erde zu setzen. Alle restlichen Bäume werden übrigens von den Staatsforsten eingepflanzt.

 

Der Erhalt unserer Wälder – eine Herzensangelegenheit

Die Waldpädagogen der SDW boten dabei ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Wald-Rallye und Bastelaktion aus Wald-Materialien. Die jungen und alten Waldbesucher lernten dabei auch viel Neues über die Tier- und Pflanzenwelt der bayerischen Wälder.

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Von links: Tanja Schiebel (Filialleiterin der Sparda-Bank in Unterschleißheim), Tanja Schorer-Dremel (Vorsitzende der SDW und MdL), Maria Reuther (Revierleiterin am Forstbetrieb Freising der Bayerischen Staatsforsten), Baumpflanzer Markus, Petra Müller (Mitglied des Vorstands der Sparda-Bank München), Thomas Kuchlbauer (Bürgermeister Oberschleißheim), Christoph Rullmann (Bundesgeschäftsführer der SDW), Christine Miedl (Leiterin Unternehmenskommunikation und Nachhaltigkeitsmanagement Sparda-Bank München), vorne: junge Mitglieder der Sparda-Bank

„Unsere Wälder sind Lebensraum und Rückzugsort für Tiere und Pflanzen, bieten uns Erholung und Ruhe und haben eine wichtige Funktion für ein stabiles ökologisches Gleichgewicht“, sagt Christine Miedl über das ökologische Engagement der Sparda-Bank München. „Durch die Pflanzung neuer Bäume können wir zum Erhalt unserer Wälder beitragen – das ist uns eine Herzensangelegenheit.“

 

Rund 88.000 Bäume in fünf Jahren

Mit ihrer Baumpflanzaktion ist die Sparda-Bank München seit fünf Jahren für den Klimaschutz und gesunde Wälder in Oberbayern aktiv. Ob Buchen, Eichen, Wildkirschen oder Tannen – bislang wurden an zehn Standorten insgesamt 87.780 Bäume gepflanzt. 73.430 davon für Mitglieder.

 

Die Auswahl der Baumsorten ist dabei nie willkürlich. Im Lauf der Zeit sind in Bergwald durch Käfer, Pilzbefall und Sturmschäden große Lücken entstanden. Um die Kahlstellen auf dem verhältnismäßig nährstoffarmen Boden bei Oberschleißheim zu schließen, haben die Bayerischen Staatsforsten zusammen mit der SDW gezielt vier genügsame Baumarten ausgewählt: Stieleichen, Schwarznüsse, Hainbuchen und Mehlbeeren sind den dortigen Bedingungen gewachsen.

 

Robuste Baumsorten für einen gesunden Mischwald

„Die Eichen benötigen viel Sonnenlicht, sollen daher größere Lücken füllen und sind hier die natürliche Baumart. Die Hainbuchen und Mehlbeeren hingegen vertragen mehr Schatten und sollen den natürlichen Bewuchs anreichern. Die Schwarznuss ersetzt die Eschen, die leider einem Pilzbefall zum Opfer gefallen sind“, erläutert Christoph Rullmann von der SDW die Auswahl der Sorten. Mit dieser Aufforstung, die die Sparda-Bank München finanziell unterstützt, entsteht in dem Gebiet innerhalb weniger Jahre ein dichter, robuster und vor allem klimaresistenter Mischwald.

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     „Wald gibt mir Ruhe und Gelassenheit
    zurück, er wirkt auf mich spannend
    und erholsam zugleich.ˮ

    Herr Prof. Dr.  Schölch, die Sparda-Bank München pflanzt für jedes neue Mitglied einen Baum, um die Umwelt zu schützen. Warum sind gerade Bäume so wichtig fürs Klima?

    Schölch: Bäume beeinflussen das Klima ganz entscheidend. Wenn sie wachsen, sammeln sie Holz an. Jahr für Jahr ein wenig mehr. Weil Bäume lange leben, bilden sich so enorme Mengen Holz. Auf der Fläche eines Fußballfeldes können leicht 500 Kubikmeter Holz stehen. Dieses einzigartige Naturmaterial besteht zu großen Teilen aus Kohlenstoff. Und der wird beim Wachstum im Rahmen der Fotosynthese aus der Atmosphäre entzogen. Das reduziert ganz konkret die Menge an Treibhausgas. Bäume atmen Kohlendioxid ein – das wir unter der chemischen Bezeichnung CO2 kennen –, bauen es zu Holzsubstanz um, halten es somit fest und atmen Sauerstoff aus. Bereits hier tun Bäume Gutes für uns. Wenn wir später einmal Holz ernten und es zu hochwertigen Bauteilen, wie etwa Balken, Brettern, Möbeln und Ähnlichem verarbeiten, verstecken wir Menschen gewissermaßen das von Bäumen eingefangene CO2. Erst beim Verrotten oder Verbrennen wird dieses Treibhausgas dann wieder frei.

    Was kann jeder Einzelne in seinem Alltag gegen den Klimawandel tun?

    Schölch: Sehr viel! Es gibt zahllose Möglichkeiten. Wir müssen aufpassen, dass uns die kommerzielle Werbung und das üppige Warenangebot nicht den Kopf verdrehen. Derzeit leben wir massiv über unsere Verhältnisse. Besinnen wir uns auf Besseres. Zuerst müssen wir uns klar darüber werden, dass wir sparsam mit Energie umgehen müssen, insbesondere wenn diese aus Erdölprodukten hergestellt wird. Denn darin steckt vor langer Zeit festgehaltenes CO2. Beim Autofahren und Fliegen beispielsweise gelangen große Mengen davon wieder in die Atmosphäre, ebenso beim Heizen mit Öl. Erneuerbare Energien, etwa Wind- und Sonnenenergie, sind besser. Bei den Baustoffen steht Holz ganz weit oben der klimafreundlichen Materialien. Möbel aus heimischem Holz sind für mich der Hit. Sie werden lachen, aber ich schreibe lieber mit einem guten Bleistift statt mit einem schlechten Kuli.

    Im Leitbild Ihrer Schutzgemeinschaft steht: „Wald ist nicht nur eine Sache der Bäume, sondern eine Sache der Menschen.“ Was bedeutet Wald für Sie ganz persönlich?

    Schölch: Ich fühle mich im Wald wohl und geborgen. Wald gibt mir Ruhe und Gelassenheit zurück, er wirkt auf mich spannend und erholsam zugleich. Der Gesang der Waldvögel lässt meine Fantasie erblühen wie in einem Konzert. Die saubere Luft, kühle Frische und die immer wieder neuen Lichteffekte verleihen dem Wald eine einzigartige Schönheit. Überall lebt etwas, überall wächst etwas nach. Im deutschen Wald wird Nachhaltigkeit gelebt. Das ist ein wahrer Schatz. Wir können ihn jederzeit frei betreten – das ist ein großes Glück. Wald ist für mich schlicht und einfach eine meiner Lebensgrundlagen.

Prof. Dr. Manfred Schölch, Vorstand der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Landesverband Bayern

Prof. Dr. Manfred Schölch, Vorstand der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Landesverband Bayern

Den Menschen eine lebenswerte Zukunft ermöglichen

Schon seit jeher setzt sich die Sparda-Bank München für den Erhalt der natürlichen Vielfalt in Oberbayern ein. In ihrem Geschäftsgebiet fördert sie jedes Jahr viele nachhaltige und umweltpädagogische Projekte. „Uns ist es wichtig, den Menschen eine lebenswerte Zukunft zu ermöglichen“, erklärt Christine Miedl. „Neben unserem regionalen Engagement positionieren wir uns als Unterstützer der Klimabewegung „Fridays for Future“ und richten unser gesamtes Wirtschaften nach dem Aspekt der ökologischen Nachhaltigkeit aus.“ Weitere Informationen finden Sie auch unter www.sparda-m.de/klima.